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Wer vertraut, gewinnt

Unbefriedigend oberflächlichIn unserem Mutter-Kind-Kreis ist alles in Ordnung. Wirklich. Ausschließlich brave Kinder und tolle Mütter. Conny, zum Beispiel, die erfahrene Tagesmutter, hat ein sagenhaftes Repertoir an Kinderliedern. Angelika, ...

... die Sprachwissenschaftlerin, erzieht ihre Zwillinge nach einem ausgefeilten pädagogischen Konzept und weiß über sämtliche Kinderärzte Bescheid. Und Nina, die Frau des Sportvereinsleiters, ist eine politisch engagierte, ernährungsbewusste Langzeit-Mutter. Schön, hier bekomme ich jeden Mittwoch eine Menge Anregungen. Seltsam, warum ich mich trotzdem immer mit einem unbestimmten leeren Gefühl auf den Heimweg mache und mich frage, ob es sehr unangenehm auffällt, dass meine Buben am lautesten sind, und wie Sabine neben dem Kinderhüten auch noch so aufwändige Plätzchen backen kann.

Anschluss finden

Ich wohne erst ein halbes Jahr hier, und der Mutter-Kind-Kreis war meine größte Hoffnung auf Anschluss. Warum nur fühle ich mich regelrecht einsam, wenn ich von diesem sozialen Höhepunkt der Woche nach Hause gehe? Vielleicht, weil ich über alle Frauen nur weiß, wie sehr sie ihr Leben im Griff haben? Weil mich keine näher heranlässt als bis zu ihren Schnuller-Abgewöhungsmethoden und Heilmitteln gegen Kleinkinderbronchitis? Und habe ich selbst nicht schon begonnen, nur meine Bastelideen preiszugeben und nicht meine Trennungsängste vor dem Kindergarten-Eintritt?

Überraschende Wende

Das alles ändert sich an einem regnerischen Aprilvormittag ganz unvorhergesehen.

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JUDITH FOCKNER, Alsbach-Hähnlein D, Religionspädagogin

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Glückliche Paarbeziehungen

Friederike und Martin sind seit sieben Jahren verheiratet, haben zwei gesunde Kinder und leben im Herzen der schönen Schweiz. Sie sind glücklich.

Darf das denn überhaupt sein – im «verflixten siebten Ehejahr»? Lesen wir nicht ständig vom Scheitern von Partnerschaften?
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Vergebungsforschung beweist: Vergebung ist lernbar

In den letzten Jahren wurde das Wesen und die Wirkung von Vergebung zunehmend wissenschaftlich erforscht. Unter anderem stellt sich auch die Frage, ob Gruppeninterventionen (z.B. Seminare) um Vergebung zu lernen und anzuwenden hilfreich sind. Von verschiedenen Teams sind bisher eine Reihe von Studien publiziert worden. Dabei konnte ein positiver Effekt von Vergebungsprogrammen nachgewiesen werden, sowohl für alte und junge Menschen, für Männer und Frauen, für Katholiken und Protestanten, sowohl bei Suchterkrankungen, bei körperlichen Problemen wie Herzerkrankungen und auch bei Beziehungsproblemen.
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Nebeneinander. Miteinander. Füreinander.

Mein Mann und ich waren gerade unterwegs. In der ganzen Umgebung hatte es fürchterlich geregnet und Hagel prasselte nieder.

Wenig später klingelte das Handy. Unsere Tochter rief an und informierte uns aufgeregt, dass unser Keller überflutet sei.

Zu Hause angekommen stand der gesamte Keller bereits 15 cm unter Wasser. Schnell haben wir mitbekommen, dass es allen Nachbarn genauso ging. Die ganze Strasse, alle Keller, waren überflutet. Innerhalb weniger Minuten gingen alle aufeinander zu. Aus dem «Sie» wurde schnell ein «Du». Pumpgeräte wurden ausgetauscht, Besen und Schrubber in die Hand genommen und ein Keller nach dem anderen ausgepumpt. Trocknungsgeräte wurden weitergegeben. Jeder war für jeden da.
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«Mutmacher» braucht die Welt

Es ist erstaunlich, wie Lob unser Leben und das Leben von anderen erhellt.

Nachdem ich zwölf sehr glückliche und prägende Jahre in Spanien verbracht habe, bin ich mit 17 in die Schweiz zurückgekehrt. Ein einschneidendes Ereignis im Leben eines Jugendlichen. Nicht nur das warme Klima, 300 Tage Sonne pro Jahr und den Duft von Meer, Pinienwäldern und blühenden Orangenhainen habe ich zurückgelassen, sondern auch all meine Kollegen und Freunde, mein ganzes soziales Netz.
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Einmal gebildete Fortsätze an den Nervenzellen bleiben

Um zu lernen, also um neue Informationen verarbeiten zu können, gehen Nervenzellen neue Verbindungen miteinander ein.
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