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Wer vertraut, gewinnt

Unbefriedigend oberflächlichIn unserem Mutter-Kind-Kreis ist alles in Ordnung. Wirklich. Ausschließlich brave Kinder und tolle Mütter. Conny, zum Beispiel, die erfahrene Tagesmutter, hat ein sagenhaftes Repertoir an Kinderliedern. Angelika, ...

... die Sprachwissenschaftlerin, erzieht ihre Zwillinge nach einem ausgefeilten pädagogischen Konzept und weiß über sämtliche Kinderärzte Bescheid. Und Nina, die Frau des Sportvereinsleiters, ist eine politisch engagierte, ernährungsbewusste Langzeit-Mutter. Schön, hier bekomme ich jeden Mittwoch eine Menge Anregungen. Seltsam, warum ich mich trotzdem immer mit einem unbestimmten leeren Gefühl auf den Heimweg mache und mich frage, ob es sehr unangenehm auffällt, dass meine Buben am lautesten sind, und wie Sabine neben dem Kinderhüten auch noch so aufwändige Plätzchen backen kann.

Anschluss finden

Ich wohne erst ein halbes Jahr hier, und der Mutter-Kind-Kreis war meine größte Hoffnung auf Anschluss. Warum nur fühle ich mich regelrecht einsam, wenn ich von diesem sozialen Höhepunkt der Woche nach Hause gehe? Vielleicht, weil ich über alle Frauen nur weiß, wie sehr sie ihr Leben im Griff haben? Weil mich keine näher heranlässt als bis zu ihren Schnuller-Abgewöhungsmethoden und Heilmitteln gegen Kleinkinderbronchitis? Und habe ich selbst nicht schon begonnen, nur meine Bastelideen preiszugeben und nicht meine Trennungsängste vor dem Kindergarten-Eintritt?

Überraschende Wende

Das alles ändert sich an einem regnerischen Aprilvormittag ganz unvorhergesehen.

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JUDITH FOCKNER, Alsbach-Hähnlein D, Religionspädagogin

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Wenig später klingelte das Handy. Unsere Tochter rief an und informierte uns aufgeregt, dass unser Keller überflutet sei.

Zu Hause angekommen stand der gesamte Keller bereits 15 cm unter Wasser. Schnell haben wir mitbekommen, dass es allen Nachbarn genauso ging. Die ganze Strasse, alle Keller, waren überflutet. Innerhalb weniger Minuten gingen alle aufeinander zu. Aus dem «Sie» wurde schnell ein «Du». Pumpgeräte wurden ausgetauscht, Besen und Schrubber in die Hand genommen und ein Keller nach dem anderen ausgepumpt. Trocknungsgeräte wurden weitergegeben. Jeder war für jeden da.
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