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Soll man immer wahrhaftig sein?

«Ehrlich währt am längsten», «Lügen haben kurze Beine» oder «Du sollst nicht Wasser predigen und Wein trinken.» So äussert sich der Volksmund zur ethischen Maxime der Aufrichtigkeit.

Ehrlichkeit hat einen hohen Wert und scheint uns eine Selbstverständlichkeit. Auf den ersten Blick jedenfalls. Das Thema aber präsentiert sich komplex. Ist aufrichtig immer auch richtig?

Als Junge ertappt

Ein Sonntagnachmittag im Januar. Ich war 13 oder 14 Jahre alt. Damals. Es ist dies in der Regel nicht das Alter, in welchem man als Pubertierender seine Freizeit liebend gern mit den Eltern verbringt. Eher rufen die Peers, allenfalls die Hormone: Frühlingserwachen, auch mitten im Winter. Die Eisbahn lockte, wir waren eine Clique, die öfter dort miteinander abmachte. Ich holte meine Schlittschuhe hervor und verabschiedete mich von den Eltern. Die Mutter drückte mir noch ein Geldstück in die Hand und mahnte mich – wie immer – zur Vorsicht. Dann schwang ich mich aufs Fahrrad und fuhr direkt ins Kino! Ein Italo-Western, wenn ich mich richtig erinnere. Als ich wieder nach Hause kam, verzog ich mich an den Schreibtisch, machte noch ein paar Hausaufgaben und damit war für mich die Sache erledigt. Alles gut gegangen.

Ein paar Tage später stellte mich meine Mutter zur Rede. Jemand hatte mich gesehen, und irgendwie, ob zufällig oder gezielte Denunziation, kam heraus, dass ich gelogen hatte. Mir lief es heiss den Rücken hinunter, der Puls hämmerte. Die Mutter wandte sich wortlos ab und begab sich in die Küche. Ich stand da und kam mir – ich kann es nicht anders sagen – echt beschissen vor.

Ein Doppelleben ist kompliziert

Die Griechen der Antike waren ein Volk von Dichtern und Denkern

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Willi Frey, Zürich, Berufs-, Studien- und Laufbahnberater

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«Mutmacher» braucht die Welt

Es ist erstaunlich, wie Lob unser Leben und das Leben von anderen erhellt.

Nachdem ich zwölf sehr glückliche und prägende Jahre in Spanien verbracht habe, bin ich mit 17 in die Schweiz zurückgekehrt. Ein einschneidendes Ereignis im Leben eines Jugendlichen. Nicht nur das warme Klima, 300 Tage Sonne pro Jahr und den Duft von Meer, Pinienwäldern und blühenden Orangenhainen habe ich zurückgelassen, sondern auch all meine Kollegen und Freunde, mein ganzes soziales Netz.
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Nein sagen ohne Schuldgefühle

Nein sagen ist so eine Sache. Eigentlich sollte es ganz einfach sein, Nein zu sagen. Jedes Kind im Trotzalter beherrscht ja diese Kunst perfekt. Und doch, wer kennt es nicht, das Ja, das rausrutscht, obwohl man doch Nein gemeint hat. Ein Freund bittet um Hilfe und ohne Zögern sagen Sie Ja. Freunde sind doch dazu da, einander zu helfen. Anschliessend sitzen Sie da und ärgern sich über sich selbst, weil Sie wieder einmal nachgegeben haben.
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Evangelische Volkspartei fordert Tabak-Debatte

Bern und Lausanne/Schweiz, 14.10.2016/APD Die Evangelische Volkspartei der Schweiz EVP begrüsst laut einer Medienmitteilung den Entscheid der
Gesundheitskommission des Nationalrates (SGK) vom 13. Oktober ausdrücklich, das Tabakproduktegesetz nicht an den Bundesrat zurückzuweisen. Dieser will darin Tabakwerbung auf Plakaten, in Print- und Onlinemedien sowie im Kino schweizweit verbieten. Die EVP sei überzeugt, dass die Debatte um den Zielkonflikt zwischen unbegrenzter Wirtschafts-freiheit und wirksamem Jugendschutz keinen Aufschub mehr dulde. Die Jugendlichen seien die Hauptzielgruppe der Tabakwerbung, schreibt Sucht
Schweiz in einer Medienmitteilung. Nach einer Studie der Fachstelle Tabak-prävention CIPRET sind Jugendliche an einem Samstag mit Ausgang im Schnitt 68 Werbereizen der Tabakindustrie ausgesetzt.
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