Zum Hauptmenü springen

Freude macht optimistisch

Als ich ein kleines Mädchen war, machte mir mein Vater ein wunderschönes Puppenhaus. Es hatte sogar Beleuchtung. Ich spielte gern mit dem Haus und der Puppenfamilie.

Pech im Puppenhaus

Der Esszimmertisch war aus Plastik und hatte vier Beine. Als das erste Bein brach, sagte ich meiner Mutter: «Macht nichts, ich kann den Tisch so drehen, dass das fehlende Bein gegen die Wand steht, und dann wird der Tisch noch mit drei Beinen stehen können.» Als das nächste Bein brach, lautete mein Kommentar: «Ist es nicht gut, dass das Bein an derselben Seite brach wie das Erste? So kann ich eine Garnrolle darunter stellen, und der Tisch wird noch stehen.» Als das dritte Bein brach, knickte ich auch das verbliebene Bein ab und sagte: «Ok, das Bein brauche ich nicht mehr. Nun kann ich die Garnrolle in die Mitte schieben und die Tischplatte wird darauf stehen!»

Einfaches Leben in Afrika

Ich wurde mit einer optimistischen Einstellung geboren. Als wir nach Afrika umzogen und ich sah, was uns unser Wohnhaus an Komfort bieten würde, schrieb ich meinen Eltern: «Eigentlich ist es ganz gut, dass alles so ist. Auf jeden Fall kann nichts mehr schlimmer werden, aber einiges lässt sich verbessern!» Und nach und nach wurde unser Leben auch leichter und bequemer. Aber diese Erfahrung war sehr wertvoll, weil ich dadurch lernte, dass ich mit wenig leben und dabei immer noch glücklich sein kann. Ich fühlte mich mit dem Apostel Paulus verbunden, der sagte: «Ich habe gelernt, mit dem zufrieden zu sein, was ich habe.»

Nicht alle werden mit einer optimistischen Einstellung geboren, aber wir können unsere Einstellung zum Leben trotzdem beeinflussen. Wir können lernen, das Positive zu suchen. Und es wird unser Leben bedeutend einfacher machen, wenn wir es tun.

Weiterlesen? Laden Sie den ganzen Artikel kostenfrei herunter!

Hannele Ottschowski

Folgende Artikel finden Sie in dieser Rubrik auch noch:

Abgucken erwünscht – so kommen wir in Bewegung!

Kennen Sie das auch noch aus Ihrer Schulzeit? Man schreibt eine Klassenarbeit, hat sich mehr oder weniger gut vorbereitet und verspürt doch den grossen Drang, beim Nachbarn abzugucken. Wehe aber, wenn man vom Lehrer erwischt wird! Dann gibt es einen Verweis, eine schlechte Note und eine Meldung an die Eltern. Da heisst es, gut zu überlegen, ob man diese Folgen in Kauf nimmt oder nicht doch lieber ehrlich und selbstständig seine Arbeit schreibt. Warum also diese Überschrift? Sollen Sie doch zum Abgucken animiert werden?

Meine Antwort lautet aus vollem Herzen: JA.
mehr lesen

Zehntausende Kinder mit alkoholabhängigen Eltern

In der Schweiz wachsen mehrere zehntausend Kinder mit einem alkoholabhängigen Elternteil auf, wie Sucht Info Schweiz in einer Medienmitteilung schreibt. Die Kinder seien mit ihren Sorgen oft alleine und das Leiden begleite sie häufig ihr Leben lang. „Boby“, der kleinen Hund aus dem gleichnamigen Bilderbuch zur Sensibilisierung von Eltern und Kindern für die Thematik, wird seit dem 21. November in allen Poststellen in Form eines Schlüsselanhänger gratis abgegeben. „Boby“ soll den betroffenen Kindern eine Stimme geben und ihre Eltern für die Problematik sensibilisieren.
mehr lesen

Optimismus tut gut

«Ich kann die Nachrichten nicht mehr hören und sehen. Überall gibt es doch nur noch Kriege und Grausamkeiten, Katastrophen und bedrohliche Zukunftsaussichten.

mehr lesen

Wie es gelingt, ein staunender, glücklicher Mensch zu werden

Wir wollen gern glücklich sein. In der Badewanne liegen und dem Schaum zuhören, der sich Blase für Blase auflöst, und ihn uns mit sanften Bewegungen über die Brust schwappen lassen. Ich liebe es, im Bad Wellen zu machen, Sie auch?

Wir wollen geliebt werden. Auch für unsere gute Laune. «Keiner will nachts die Lippen küssen, die den ganzen Tag nur gemeckert haben», habe ich mal gelesen.

Warum ist es oft so schwer, glücklich zu sein?
mehr lesen

Vergebungsforschung beweist: Vergebung ist lernbar

In den letzten Jahren wurde das Wesen und die Wirkung von Vergebung zunehmend wissenschaftlich erforscht. Unter anderem stellt sich auch die Frage, ob Gruppeninterventionen (z.B. Seminare) um Vergebung zu lernen und anzuwenden hilfreich sind. Von verschiedenen Teams sind bisher eine Reihe von Studien publiziert worden. Dabei konnte ein positiver Effekt von Vergebungsprogrammen nachgewiesen werden, sowohl für alte und junge Menschen, für Männer und Frauen, für Katholiken und Protestanten, sowohl bei Suchterkrankungen, bei körperlichen Problemen wie Herzerkrankungen und auch bei Beziehungsproblemen.
mehr lesen