Freude macht optimistisch
Als ich ein kleines Mädchen war, machte mir mein Vater ein wunderschönes Puppenhaus. Es hatte sogar Beleuchtung. Ich spielte gern mit dem Haus und der Puppenfamilie.
Pech im Puppenhaus
Der Esszimmertisch war aus Plastik und hatte vier Beine. Als das erste Bein brach, sagte ich meiner Mutter: «Macht nichts, ich kann den Tisch so drehen, dass das fehlende Bein gegen die Wand steht, und dann wird der Tisch noch mit drei Beinen stehen können.» Als das nächste Bein brach, lautete mein Kommentar: «Ist es nicht gut, dass das Bein an derselben Seite brach wie das Erste? So kann ich eine Garnrolle darunter stellen, und der Tisch wird noch stehen.» Als das dritte Bein brach, knickte ich auch das verbliebene Bein ab und sagte: «Ok, das Bein brauche ich nicht mehr. Nun kann ich die Garnrolle in die Mitte schieben und die Tischplatte wird darauf stehen!»
Bild: Pixabay
Einfaches Leben in Afrika
Ich wurde mit einer optimistischen Einstellung geboren. Als wir nach Afrika umzogen und ich sah, was uns unser Wohnhaus an Komfort bieten würde, schrieb ich meinen Eltern: «Eigentlich ist es ganz gut, dass alles so ist. Auf jeden Fall kann nichts mehr schlimmer werden, aber einiges lässt sich verbessern!» Und nach und nach wurde unser Leben auch leichter und bequemer. Aber diese Erfahrung war sehr wertvoll, weil ich dadurch lernte, dass ich mit wenig leben und dabei immer noch glücklich sein kann. Ich fühlte mich mit dem Apostel Paulus verbunden, der sagte: «Ich habe gelernt, mit dem zufrieden zu sein, was ich habe.»
Nicht alle werden mit einer optimistischen Einstellung geboren, aber wir können unsere Einstellung zum Leben trotzdem beeinflussen. Wir können lernen, das Positive zu suchen. Und es wird unser Leben bedeutend einfacher machen, wenn wir es tun.
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Hannele Ottschowski
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