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Man kann Werte nicht weitergeben ...

man muss sie «weiterleben» Wer Werte an die nächste Generation vermitteln will, kommt nicht darum herum, diese Werte zu leben. Wenn unser Handeln mit unseren Überzeugungen übereinstimmt, prägt das unsere Kinder.

1. Was sind meine Werte?

2. Lebe ich diese Werte?

Was spricht mehr an?

Angenommen, Sie müssten Ihrer Tochter vermitteln, dass Ehrlichkeit wichtig ist. Welche Worte würden Sie wählen?

Möglichkeit 1: Ehrlich sein bedeutet, dass du andere nicht täuschst und nicht belügst. Es schließt Aufrichtigkeit, Wahrhaftigkeit, Offenheit, Geradlinigkeit und Fairness ein. Wenn du ehrlich bist, wird sich dein Charakter zum Positiven hin verändern.

Möglichkeit 2: Als ich eines Abends nach Hause kam, entdeckte ich vor unserer Haustür eine zerbrochene Vase. Ich fragte meinen neunjährigen Sohn Josh und seinen Freund, ob sie wüssten, wie das passiert ist. Der Freund meines Sohnes antwortete rasch mit einem «Nein». Josh blickte erschrocken zu ihm hinüber. Dann legte er ihm den Arm auf die Schulter und sagte: «Es ist schon in Ordnung, mein Papa wird es verstehen.» Dann sagte er zu mir: «Unser Basketball hat die Vase getroffen, es tut uns leid. Eigentlich wollten wir die Scherben wegräumen, aber wir haben es vergessen.» Als sie später die Überbleibsel zusammenkehrten, hörte ich durch das offene Fenster, wie Josh sagte: «Eine Sache habe ich gelernt: Du bekommst viel weniger Schwierigkeiten, wenn du einfach gerade heraus die Wahrheit sagst.»1

Wenn es Ihnen so geht wie mir, berührt Sie die Geschichte von Josh viel mehr als die rein theoretische Erklärung. Eine persönliche Geschichte besitzt eine unglaubliche Überzeugungskraft.

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PHILIPP BOKSBERGER, Zürich, CH, Schulleiter und Sekundarlehrer Privatschule A bis Z,

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