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Leben mit Weitsicht – Gegen den Trend der Gleichgültigkeit

Sicher sind Sie – ebenso wie ich – schon öfters über den Ausspruch gestolpert: «Es ist alles nur eine Frage der Priorität!» Ohne Zweifel kommt es primär darauf an, zu erkennen, was tatsächlich wichtig und bedeutsam ist. Die Schlussfolgerung hieraus legt nahe, diese vorrangigen Dinge in Angriff zu nehmen – ohne Wenn und Aber. Viel zu oft beschäftigen uns zeitraubende Details, die zwar ihre Bedeutung, jedoch nicht oberste Priorität haben.

Viele kleine Schritte

Wer jetzt an die vielen kleinen Einzelentscheidungen und Herausforderungen des Alltags denkt, liegt falsch. Für diese Kategorie – wie wir unser Privat- und Berufsleben organisieren – gibt es vielfach erprobte Unterstützungen und bewährte Entscheidungsmethoden wie z. B. das «Pareto-Prinzip» oder die «Prioritäten-Matrix»:

Prioritäten-Matrix:

Der amerikanische General und Präsident Eisenhower war bezüglich seiner Zeiteinteilung sehr pragmatisch. Da er laufend folgenschwere Entscheidungen treff en musste, gewöhnte er sich die Unterscheidung zwischen Dringlichem und Wichtigem an. Die Prioritäten-Matrix schärft den Blick für das Wesentliche und hilft, kostbare Zeit zu sparen und diese sinnvoll zu nutzen.

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Bild: pexels.com

Günther Maurer, Gesundheitsberater, Führungskraft, Seelsorger

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Leben gestalten, Freiheiten nutzen

Nichst was fehlt, zählt, sondern was ich habe – und was ich daraus mache.
Nick Vujicic wurde am 4. Dezember 1982 in Australien geboren. Die Eltern waren schockiert, denn ihrem Sohn fehlten Arme und Beine. Nur am Oberschenkelansatz auf der linken Seite hatte er ein kleines Füsschen mit zwei Zehen. Ansonsten war Nick aber vollkommen gesund. Die Eltern taten alles, um ihrem Sohn ein möglichst normales Leben zu ermöglichen. Das war aber extrem schwer, denn durch seine Behinderung wurde er ständig ausgegrenzt.
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Lass mir meine Ruhe!

Wer kennt das nicht? Man fühlt sich wie ferngesteuert. Familie und Verwandtschaft, Arbeitgeber und Kollegen, die Gesellschaft, unsere Freunde, die Kirchgemeinde und nicht zuletzt man selbst – alles und jeder treten mit Ansprüchen an uns heran.
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Wie wir verführt werden und wie wir uns schützen können Auf den ersten Trick der Werbung sind Sie unter Umständen gerade hereingefallen: Ein plakativer Titel mit einem klaren Bösewicht und einem Rezept, wie wir uns davor schützen können.
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Riskante Entscheidungen – entscheidende Risiken

Niemand betrachtet Speiseeis als ein grosses Risiko für Kinder, aber der Eiswagen, der die vierjährige Bo-Bo Valentine überfuhr, als sie auf die Strasse rannte, hätte beinahe ihr junges Leben ausgelöscht.

 Als ich sie an einem Montag­­morgen zum ersten Mal sah, lag sie im Koma auf der Intensiv­station – angeschlossen an ein Messgerät für den Schädelinnen­druck. Einer der Assistenzärzte fasste ihren Fall so zusammen: «Ist es nicht an der Zeit, das kleine Mädchen aufzugeben? Ungefähr das Einzige, was sie noch zeigt, ist eine Pupillenreaktion», was bedeutete, dass ihre Pupillen noch auf Licht reagierten. Ansonsten hatte sie jede Reaktionsfähigkeit verloren.

Bevor ich ihm antwortete, beugte ich mich über Bo-Bo und hob sanft ihr Augenlid an. Ihre Pupillen waren starr und geweitet. «Haben Sie nicht gesagt, dass ihre Pupillen noch ­reagieren?» – «Vor einer Minute taten sie es noch», beharrte er. «Dann meinen Sie, dass ihre Pupillen sich in diesem Augenblick geweitet hatten?» – «Das müssen sie wohl!»

Sofort etwas tun?

Wenn das der Fall war, dann bedeutete es, dass in diesem Moment etwas Ernsthaftes geschah, und wir mussten sofort etwas unternehmen, wenn wir hofften, weiteren Schaden abzuwenden.
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