Wenn die Luft ausgeht ...
Ein 38-jähriger Patient bemerkt Anfang Juni, dass ihm seit Kurzem bei körperlicher Anstrengung «die Luft ausgeht». Er kann nicht richtig durchatmen und muss sein Tempo reduzieren. Zusätzlich kommt es zu schlimmen Hustenanfällen mit Erstickungsgefühl,
welche bis zu 30 Minuten andauern. Schleim löst sich nur ab und zu, er ist sehr zäh und patzig, aber nicht eitrig. Fieber ist nicht nachweisbar. Diverse Hustensäfte haben bisher keine Wirkung gezeigt, und nach zwei durchwachten Nächten mit Husten und Luftnot wird ein Lungenfacharzt aufgesucht.
Welche Ursachen können dem Symptom Luftnot zugrunde liegen? Welche Untersuchungs-möglichkeiten zur Diagnosefindung stehen dem Lungenfacharzt zur Verfügung?
Das Erstgespräch (Anamnese)
Ein ausführliches Erstgespräch bringt oft schon entscheidende Informationen für die Diagnose. Hinter dem Gefühl, «die Luft geht aus», verbirgt sich ein buntes Bild an unterschiedlichen Beschwerden. Da jedes für sich bereits typisch ist, wird das Gefühl oft folgendermaßen beschrieben:
- ich kann nicht richtig durchatmen
- es sitzt etwas auf meiner Brust
- mein Brustkorb ist zu eng
- etwas schnürt mir die Kehle zu
- das Atmen ist anstrengend, tut weh
- ich muss immer wieder tief durchtamen
- ich kann nur sitzend schlafen
- es brodelt und pfeift beim Atmen.
Wichtig sind auch noch Fragen nach bekannten Allergien und Rauchgewohnheiten.
Die klinische Untersuchung
Das Abhören und Abklopfen der Lunge ist ein weiterer, wichtiger Schritt auf dem Weg zur Diagnose.
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Bild: Pixabay
Dr. med. Monika Wild, Wien, A, Fachärztin für Lungenkrankheiten
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