Die Macht der Werbung
Wie wir verführt werden und wie wir uns schützen können Auf den ersten Trick der Werbung sind Sie unter Umständen gerade hereingefallen: Ein plakativer Titel mit einem klaren Bösewicht und einem Rezept, wie wir uns davor schützen können.
Eine klassische Geschichte, an die unser Gehirn dankbar anknüpft und uns somit mehr zum Lesen reizt.
Auf Wünsche und Bedürfnisse eingehen
Doch gleich zu Anfang die große Enttäuschung für alle, die über die Werbung heute schimpfen: Wir bekommen die Werbung, die wir verdienen! Ich gebe zu, dass auch das eher zynisch formuliert ist, aber im Kern stimmt die Aussage. Die Werbung findet nicht ständig neue Wege, um uns zu manipulieren, nein, sie versucht nur, immer besser auf unsere Wünsche und Bedürfnisse einzugehen. Sie reagiert also auf den Menschen und seine Neigungen und Eigenschaften.
Wie uns die Werbung erreicht
Unser Gehirn ist eine sehr wirkungsvolle Schranke für die Werbung. Bei 3'000 bis 6'000 Werbebotschaften, die uns täglich erreichen, ist es ein Wunder, dass wir überhaupt noch etwas Geld in der Tasche haben. Unser Gehirn filtert den größten Teil aller Impulse, die uns durch unsere Sinne erreichen. Nur ein Bruchteil erreicht auch unser Bewusstsein. Mit diesem Wissen setzen Werber an und versuchen mit unterschiedlichen Methoden, diese Schranke zu überwinden. Dabei gibt es grundsätzlich zwei Wege, um unsere Aufmerksamkeit zu erregen:
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Bild: Pixabay
Manfred Senn, Winterthur, CH, Werber und Gestalter
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