Zum Hauptmenü springen

Gesundheitsförderung: Adventisten kooperieren mit WHO

Bei der Unterzeichnung einer Vereinbarung zur Zusammenarbeit zwischen der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten und der panamerikanische Regionalabteilung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) PAHO, forderte, Pastor Ted N.C. Wilson (Silver Spring, Maryland/USA) Präsident der adventistischen Weltkirchenleitung seine Ortsgemeinden weltweit auf, bei Gesundheitsveranstaltungen vermehrt mit lokalen Behörden und Gesundheitsämtern zusammenzuarbeiten.

Die Vereinbarung zwischen der PAHO und den Adventisten regelt die Zusammenarbeit zwischen den beiden Organisationen in der 35 Länder umfassenden PAHO-Region, die von Alaska und Kanada über die karibischen Inseln bis an die Südspitze von Argentinien und Chile reicht. Laut dem Abkommen sollen gemeinsam Programme zur Gesundheitsförderung und Krankheitsvermeidung durchgeführt werden. Ferner wollen beide Partner die UNO Millenniums-Entwicklungsziele unterstützen. Demnach soll bis zum Jahr 2015 weltweit die extreme Armut halbiert, Vollbeschäftigung und Grundschulbildung für alle erreicht werden. Es wird auch die Gleichstellung der Geschlechter, die Senkung der Kindersterblichkeit, die Verbesserung der Gesundheitsversorgung der Mütter sowie die Bekämpfung von HIV/AIDS, Malaria und anderen Krankheiten angestrebt.

„Es ist für uns ein grosses Privileg, entsprechend unseren Möglichkeiten und in vielfältiger Weise mit der PAHO zu kooperieren“, sagte Wilson. „Unsere Gesundheitsprogramme werden helfen, die Lebensqualität vieler Menschen zu verbessern.“

Die Freikirche fühle sich zur Zusammenarbeit mit Gesundheitsorganisationen wie der PAHO und Lokalbehörden verpflichtet, sagte Dr. Allan Handysides, Direktor der Gesundheitsabteilung der Weltkirchenleitung, um sich für das Wohl der Menschen einzusetzen.

Dr. Mirta Roses Periago, PAHO Direktorin, betonte, dass ihre Organisation schon seit Jahrzehnten auf lokaler Ebene und ohne formale Abkommen mit adventistischen Organisationen zusammengearbeitet habe, speziell mit der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA, sowie mit Krankenpflegeschulen und vielen adventistischen Freiwilligen.

Die Vereinbarung kam zustande, nachdem die Adventisten, die seit je her eine gesunde Lebensführung als Teil des christlichen Glaubens, Dienstes und Lebens verstanden, weltweit nach Möglichkeiten gesucht hatten, den Wirkungskreis ihrer Gesundheitsangebote zu erweitern, und die UN-Regionalorganisation ihrerseits auf der Suche nach Partnerschaften mit religiösen Organisationen war, um das Gesundheitsbewusstsein in den Kommunen zu fördern.

Kooperationen in Deutschland
Der Deutsche Verein für Gesundheitspflege e. V. (DVG) wurde im Jahre 1899 in Friedensau bei Magdeburg von der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten gegründet. Der DVG bildet Gesundheits- und Ernährungsberater aus. In rund 50 Städten gibt es Regionalgruppen, die Kurse und Seminare zur ganzheitlichen Gesundheitsvorsorge anbieten.
Weitere Informationen im Internet: www.dvg-online.de
Der Deutsche Verein für Gesundheitspflege e. V. (DVG) kooperiert mit folgenden Institutionen: Paritätischer Wohlfahrtsverband (DPWV), Bundesvereinigung für Gesundheit (BfG), Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA), Deutsche Hauptstelle gegen die Suchtgefahren (DHS) und Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ).

Zusammenarbeit in der Schweiz
Der Verein Liga Leben und Gesundheit (LLG) wurde 1954 in der Schweiz von der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten gegründet. Der Verein arbeitet überkonfessionell und will den Menschen auf körperlichem, seelischem, spirituellem und sozialem Gebiet helfen. Viele adventistische Kirchgemeinden haben auch eine LLG-Ortsgruppe.
Weitere Informationen unter: www.llg.ch
Die Liga Leben und Gesundheit (LLG) ist als Nichtregierungsorganisation Mitglied bei Public Health Schweiz und Partner der Arbeitsgemeinschaft Tabakmissbrauch.

Bild: WHO

© Nachrichtenagentur Basel (Schweiz) und APD Ostfildern (Deutschland)

Folgende Artikel finden Sie in dieser Rubrik auch noch:

Wasser als natürliche Heilanwendung

«Brrrh!!! Ist das kalt!!!» Ich stecke in einem großen Gefäß mit eiskaltem Wasser, auch mein Kopf ist unter Wasser. Nein, es ist kein Albtraum. Nach ein paar Sekunden geht es wieder heraus, die Haut wird kurz abgerubbelt, die Kleidung angezogen, und ich darf wieder herumspringen, um warm zu werden. Mein Vater, begeisterter Kneipp-Anhänger, will das Beste für seine vierjährige Tochter, die ständig Lungenentzündungen hat. Er nimmt mit ihr diese Radikalkur vor, um den Körper abzuhärten. Das ist meine erste bewusste Erinnerung an Wasser als ein Heilmittel. Ich bekomme keine Lungenentzündung mehr, nur noch hin und wieder Erkältungen. Was ist denn da passiert? Wieso hat kaltes Wasser geholfen?
mehr lesen

Einsamkeit

Menschen sind von Natur aus soziale Wesen Unser Gehirn und unser Körper sind dazu gemacht, in Gemeinschaften zu funktionieren, nicht in Isolation.

mehr lesen

Rauchfreie Arbeitsplätze verbessern die Gesundheit

Lausanne/Schweiz, 30.08.2012/APD   Das seit Mai 2010 in der Schweiz gültige Rauchverbot in öffentlich zugänglichen Räumen, steigere die Gesundheit des Servicepersonals. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie des Schweizerischen Tropen- und Public Health-Instituts, die am 30. August an der Swiss Public Health Conference in Lausanne vorgestellt wurde. Zwölf Monate nach der Einführung von rauchfreien Arbeitsplätzen hätten sich mehrere Indikatoren für Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems messbar verbessert.
mehr lesen

Jeder 12. Todesfall alkoholbedingt

Bern/Schweiz, 03.07.2013/APD. Jeder 12. Todesfall in der Schweiz ist auf Alkoholkonsum zurückzuführen, heisst es in einer Studie, die im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit BAG und von Sucht Schweiz von 1997 bis 2011 durchgeführt wurde. „Im Jahr 2011 sind dies rund 1600 Tote im Alter von 15 bis 74 Jahren, drei von fünf dieser Todesfälle“ seien durch chronisch starken Alkoholkonsum bedingt, der bei Frauen bei Einnahme von durchschnittlich zwei und bei Männern bei vier Standardgläsern pro Tag (20 bzw. 40 Gramm reiner Alkohol) beginne.
mehr lesen

Glaube, Lebensstil, Gesundheit ... Nonnen

Über die heilsamen Auswirkungen des Glaubens wurde im Artikel "Macht glauben gesund?" ausführlich berichtet. Im vorliegenden Beitrag möchte ich der Frage nachgehen, wie dieser günstige Einfluss des Glaubens auf die Gesundheit zustande kommt.

mehr lesen