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E-Bikes auf dem Prüfstand

Die Sonnenseite: Zweifellos der größte Vorteil eines E-Bikes: Auch nicht so fitte Menschen können damit schwierige Strecken leichter bewältigen. Unter schwierigen Strecken verstehen wir vor allem solche mit happigen Steigungen.

Denn viele Velofahrer haben bereits Mühe, wenn sie nur die kleinsten Hügel überwinden müssen. Gerade ältere Generationen möchten lieber übers Land fahren und die Natur genießen, als sich körperlich völlig zu verausgaben – von Ausnahmen abgesehen. Während man früher die meisten Radler in Steigungen schieben sah, fahren heutzutage mit dem E-Bike sogar Senioren mühelos den Berg hinauf.

Sinnvoll finden wir die Anschaffung eines E-Bikes auch dann, wenn man körperlich eingeschränkt ist und nicht mehr über die Leistungsfähigkeit verfügt, um schöne Strecken mit dem Rad zurückzulegen.

Mit einem E-Bike halten sich die Anstrengungen in Grenzen, sofern der Akku geladen ist. Außerdem kann man bei einem E-Bike einstellen, wie stark der Motor unterstützen soll. Weniger Unterstützung durch den Motor bedeutet mehr Tretarbeit für den Fahrradfahrer. Und wenn man einmal volle Leistung bringen will, kann man die Unterstützung des Elektromotors auch komplett ausschalten.

Mit bedarfsgerechter Unterstützung kann man sehr gelenkschonend Fahrrad fahren. Dies weiß zum Beispiel derjenige zu schätzen, der mit dem Fahrrad zur Arbeit fährt. Man kommt - ohne zu schwitzen – am Arbeitsplatz an, muss nicht duschen oder sich umziehen – selbst wenn zuvor Steigungen überwunden worden sind.

Gerade in Zeiten verstopfter Innenstädte kann das Elektrofahrrad damit eine echte Alternative zum Auto sein!

Senioren und weniger gut trainierte Personen profitieren auf dem E-Bike von gesunder körperlicher Bewegung, ohne sich komplett verausgaben zu müssen. Denn nicht jeder will gleich die «Tour de France»-Strecke nachfahren! Oder? Oft geht es mehr darum, Spaß zu haben, an der frischen Luft zu sein und am Stau vorbeifahren zu dürfen.

Wo Licht ist, gibt es auch Schatten, so war es und so bleibt es!

Wer sich ein gutes E-Bike kaufen will, muss ziemlich viel Geld auf den Ladentisch legen. Denn hochwertige Modelle mit einer gut funktionierenden Momenten-Regelung und ordentlichem Drehmoment benötigen auch einen leistungsstarken Akku. Empfehlenswerte E-Bikes kosten deshalb mehrere Tausender. Was bei Sportbikes die Preise in die Höhe treibt, ist bei den E-Bikes nicht anders. Je besser die Komponenten, desto höher der Preis. Für einen gelegentlichen Sonntagsausflug reicht auch ein Einsteiger-E-Bike für knapp über CHF/€ 1000.–. Wer spezielle Anforderungen hat oder Wert auf hochwertige Komponenten legt, gibt auch drei-, vier-, fünftausend oder noch mehr aus. Spezial-E-Bikes wie Cargos, also Lastenvelos, kosten meist deutlich über CHF/€ 5000.–. Wer oft mit seinem Partner unterwegs ist, muss damit mit dem doppelten Betrag rechnen. Für so viel Geld gibt es locker einen Kleinwagen oder einen guten Gebrauchtwagen. Nicht zu vergessen sind Zubehöre wie Zweit-Akkus, Regenkleidung, Helme, Beleuchtung oder Radabdeckungen, die zusätzlich geordert werden müssen.

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PASCAL BERCHTOLD, Leiter Test, Technik und Wirtschaft und akkreditierte Verbrauchsprüfstelle Emmen des TCS Luzern, CH

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