Krebsdiagnose führt häufig zu Depression
[zurück zur Liste aller Artikel]
Zwischen 20 und 50 Prozent aller Krebspatienten entwickeln behandlungsbedürftige depressive Störungen, 9 bis 24 Prozent sogar eine Majore Depression. Länger anhaltende Symptome wie Konzentrationsstörungen, Minderwertigkeitsgefühle oder Hoffnungslosigkeit sollten behandelt werden, da die Übergänge von seelischen Tiefs zur manifesten Depression meist fliessend sind. Zudem vermindern depressive Versimmungen nicht nur die ohne hin schon eingeschränkte Lebensqualität der Krebskranken, sondern verschlechtern zudem die Therapiemotivation sowie Compliance und damit auch die Prognose. Als hilfreich haben sich individuelle psychoonkologische Betreuung sowie die soziale Unterstützung durch Familie und Freunde herausgestellt.
Quelle: Pasquini M et al. (2007) Depression in cancer patients : a critical review. Clin Pract Epidemiol Ment Health 3:2., in Psychiatrie & Neurologie 3.2008
Bild: (c) Jutta Rotter/Pixelio
Weitere Artikel zum Thema
Schlaf gegen Krebs
Wirkungsvolles Mittel beim Kampf des Körpers gegen Tumore Schlaf soll nach Erkenntnis von US-Forschern ein wirkungsvolles Mittel gegen Krebs darstellen. David Spiegel und Kollegen von der Stanford-Universität in Palo Alto (Kalifornien) beschreiben in der Oktoberausgabe des Fachjournals "Brain, Behavior, and Immunity" (Hirn, Verhalten und Abwehrkräfte), wie Schlaf Krebspatienten bei der Bekämpfung von Tumoren helfen kann. Generell "beeinflussen psychosoziale Faktoren das Verhalten eines Menschen", ... [weiterlesen]
Krebs als Chance sehen
Die Diagnose Krebs muss nicht das Ende bedeuten – die Krankheit kann auch als Botschaft verstanden werden, sein Leben zu ändern Krebs: Chance für einen neuen Start Die Diagnose Krebs bedeutet für viele ein Todesurteil – aber nicht weil die Krankheit ihnen das Leben nimmt, sondern, weil sie sich selbst aufgeben. Wer aktiv gegen seine Krankheit ankämpft und sie als Chance für einen Neustart sieht, kann (auch) mit Krebs ein sinnerfülltes Leben leben! Frau, Brustkrebs, Mini-Metastase in der Leber: ... [weiterlesen]
Höhere Darmkrebsrate in Ländern mit hohem Fleischkonsum
Der Verzehr von Fleisch und die Häufigkeit von Darmkrebs stehen nach Erkenntnissen britischer Wissenschaftler in einem klaren Zusammenhang. In den westlichen Industriestaaten mit hohem Fleischkonsum sei die Darmkrebsrate dreimal höher als in ärmeren Ländern, wo vor allem Gemüse und Getreide auf dem Speiseplan stehen, heißt es in einer Studie der Fachzeitschrift "Journal of Epidemiology and Community Health". Die Wissenschaftler der Universität Oxford verglichen die Darmkrebsraten und ... [weiterlesen]
Supplemente:Vitamine und Eisen verkürzen das Leben
Erneut kommt eine Studie zu dem Ergebnis, dass die Einnahme von Vitaminen und Spurenelementen Menschen ohne Mangelzustände mehr schadet als nutzt. Eine Auswertung der Iowa Women's Health Study zeigt (Archives of Internal Medicine 2011; 171: 1625-1633) für mehrere Supplemente sogar einen Anstieg der Sterblichkeit auf. Einzige Ausnahme war Kalzium, deren Einnahme mit einem verminderten Sterberisiko älterer Frauen assoziiert war. Die Iowa Women's Health Study (IWHS) wurde 1986 begonnen. Die 41.836 Frauen waren zu ... [weiterlesen]
Tierisches Eiweiß erhöht Risiko für Prostatakrebs
Über die Entstehung des Prostatakarzinoms ist bisher wenig bekannt,allerdings existieren verschiedene Hypothesen. So sollen größere Mengen tierischer Proteine das Risiko erhöhen, ebenso wie eine hohe Aufnahme von Milchprodukten oder Kalzium. Die Ergebnisse einer aktuellen europäischen Studie stützen diese These. Grundlage der Untersuchung bildeten Daten einer Multicenterstudie, die den Zusammenhang zwischen Ernährung, Lebensstil, Umweltfaktoren und Krebs untersucht. Die Gesamtkohorte umfasst rund eine ... [weiterlesen]
